ZENITA KOMAD

MISSA SOLEMNIS

11.09. - 23.10.2010


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FEIERLICHE MESSE FÜR DIE ARMEN HUBBLES

(Eine Art Opernführer durch Zenita-Universe, einem Zustand, an dem das Wuchern und die Geometrie, die Natur und die Kulturen, die Monochromie und das Beredte einander heftig umarmen. Oder: Einführung in die Philosophie des großen Boudoirs.)

Die Expedition zum Mars scheitert einzig daran, dass die Raumfahrer wieder zurück wollen. Sentimentale Kerle sind das, Helden bloß von dieser Welt. Kein Wunder, dass die nicht vom Fleck kommen, mental und technologisch hochgerüstet für die Reise, haben sie doch die Hosen gestrichen voll beim Gedanken, ihr Ziel wäre tatsächlich das Ziel. Nicht auszudenken, sie könnten dem Vater, der Mutter, dem Sohn, der Tochter und zuallererst dem Präsidenten nicht davon berichten, wie es denn nun wirklich zugeht am Mars, wie der Minotaurus aussieht, wo Gott wie wohnt. Ihre einzige Absicht ist die Wiederkehr – körperlich wie geistig unbeschadet, mit tollen Souvenirs im Gepäck. Und dann: Anekdotensprudelnd die Heldenpension genießen, bis hin zum letzten Interview als letzter lebender Zeitzeuge, als einer der ganz Großen unter den Hiesigen am Pool aus „Wie ich den Eingang zum Labyrinth wieder gefunden habe – eine Autobiografie“ lesen. Bis der Tod aller Vorsorge zum Trotz dann doch kommt, fremd und gemein.
Dabei sind Himmel und Erde doch untrennbar miteinander verbunden, nähren einander wechselseitig, und jeder kann allerorts und jederzeit am Vollzug ihrer Liebe teilhaben. Nur zuschauen lassen die sich nicht dabei. Der Voyeur und das Geheimnis sind unvermittelbar voneinander getrennt. Ins große Boudoir kommt nur wer bereit ist mitzumachen. Die Spanner bleiben auf ewig Kosmonauten, verdammt dazu, täglich die immer gleichen Zurückgelassenen wieder zu treffen.
Und dabei hat Platon schon längst vor dessen Erfindung erkannt, dass das Teleskop ein Irrtum sein würde. Anstatt die Sterne zu beobachten, war ihm klar, sollten wir deren (Bewegungs-) Gesetze durch das Denken ergründen. Noch das größte Hubble ist außer Stande auch nur eine Saumbreite unter den großen Rock zu schauen, den Vorhang zum Boudoir zu lüften, den Ursprung der Welt einigermaßen scharf abzubilden.
Das Göttliche hat sich vorsorglich in Tiraden organisiert, um sich gegenüber jeder Art der Zweierbeziehung abzugrenzen. „Mein Entdecker und ich“, „Der Herrgott und sein oberster Hirte“, „Die Wahrheit und ihr exklusiver Verkünder“, derart Einfältiges schreit auf ewige Zeiten unerhört zum Himmel. Jenem Nahe zu kommen, gilt es, zuallererst am Boden zu bleiben, und das Denken in Dreifaltigkeiten üben. Das Dramadreieck ist dem Duell in jeder Hinsicht überlegen. Der Zustand dreier verschränkter Gesichter ist nicht mehr lokalisierbar, beschrieben werden kann nur noch das Gesamtsystem, das sie initiieren. Die Wechselwirkung der Personen ergibt mehr, denn die Summe aus deren Augen, Ohren und Nasen. Außerdem entdreit man sich nicht so leicht.
Zeit, ein Modell zu bauen.(um weiter zu kommen, verzichten wir auf dessen Rechtfertigung durch den praktischen Nachweis der Zuverlässigkeit seiner Fiktionen im Alltag) Passieren die Mesokosmonauten das Tor zu Amel Bourouinas Galerie, eröffnet sich den Besuchern ein Wegesystem, das – einmal angenommen – ohne auch nur die geringste Steigung aufzuweisen, zur Draufsicht führt. Im Zentrum – vom (vorläufigen) Gipfel hinabblickend – erkennt der Mesokosmonaut sich selbst im Kleinen, sieht Galerie und Artefakte modellhaft unter sich – und bringt sich ein, und lokalisiert sich.
Schenkt der Mesokosmonaut dem Modell glauben, liegt eine lange schmale Passage vor ihm, ehe die eben betretene Galaxie sich wieder weitet. Dort soll laut Modell dann ein anderes System die Richtung weisen. Ausgang ist keiner ersichtlich. Und auch kein Gral. Der ihm bekannte Realraum aber birgt Hinweise:
*
„Ich verzeihe mir“, „Control your Thoughts“, „Schön Malen kann nicht jeder“ – Sätze aus Sand gebaut, Buchstaben, die sich für diesen Moment formiert, zu Schriftbildern zusammengerottet haben, die launig Anweisungen geben, sich gerade so lange zu Weisheiten oder Plattitüden formieren, bis des Meeres oder der Liebe Wellen sie vorübergehend platt machen – nur um umgehend in einer Sandkiste, in neuen Beziehungsgeflechten aufzuerstehen.
Ist den Buchstaben langweilig – und nur dann – spielen sie Malkasten. Sie stellen sich brav in einer Reihe auf, vorne das „A“, ganz hinten das „Z“, von Weiß über Gelb, Rot, Grün, Blau bis zum Schwarz. Sie machen das in der Hoffnung, dass jemand sie aufmischen wird, durcheinanderwirbeln. Wenn den Buchstaben einmal nicht danach zumute ist, Sinn zu stiften, Dritter Gedanken darzustellen, oder sich in Hexameter pressen zu lassen, dann ruhen sie lieber als wilder Haufen, oder gehen in die Suppe schwimmen, anstatt, geordnet wie die Buntstifte, im Setzkasten zu schlafen. Den Sandkörnern geht es genauso: Lässt die Rieselfreude nach (sie sind dann müde, Dritten den Lauf der Zeit zu veranschaulichen), rotten sie sich zu einer festen Burg zusammen. Oder sie verlassen die Kiste wieder und schreiben ringelspielend „Cold Coffee Steam Makes Beautiful“ an die Leinwand.
Zenita Komad kennt die Buchstaben und die Farben und die Sandkörner. Sie weiß um deren Verwandtschaft, um die Schnur, die alle an den Nabel bindet, um deren Lust zu interagieren, um deren Potential, alles auszusprechen („Happiness Makes Up in Height for What It Lacks in Length“). Sie weiß, dass die Bilder Bilder gebären, Worte Worte nach sich ziehen, und Taten und Einfälle. In ihrem Katalogbuch „Opus IV. Selected Works” hat Komad Werkgruppen chronologisch aneinander gereiht, nun erweitert „Missa Solemnis“ das Feld ihrer fröhlich vergleichenden Zenita-Universe-Wissenschaften um einen feierlichen Akt. Womit wieder ein Grundriss freigelegt, ein Stück des Fundaments von Zenita-Universe (ein alle einladender Privatgrund) offengelegt wird, gezeigt wird, dass in viele Richtungen gleichzeitig gebaut, mit allen möglichen Materialien zugleich erweitert, auf Papier ebenso ewig zementiert, wie auf Leinwand skizziert werden kann.
Komads Messe ist eine Reise. Wer will, packt das „Bild gegen den bösen Blick“ ein, oder zieht sich besser gleich zu Beginn warm aus. Denn bisher ist immerhin schon Folgendes geschehen:
Die Monochromie hat seltsame Kinder geboren: Kinder, die Wurzeln schlugen, Raum griffen, Form annahmen, die endlich genug hatten von der Eintönigkeit und begannen, Orgien zu feiern. Die Monochromie forderte in den Vorspielen zu dieser Messe endlich auch eine Handlung für sich ein, führte Freudentänze vor und wüste Feste. Endlich entfesselt, begannen ihre Kinder sich gegenseitig zu verschlingen, stachelten sich zu massenhaften Zeugungsakten an, wurden nicht müde, den Lustgewinn einzufahren und ihre Umgebung damit anzustecken. Uns, den Mesokosmonauten, denen nichts anderes übrig blieb, als teilzuhaben.
Vollständig. Denn: Wer sich entzieht, sieht nichts, wer einen Teil verweigert, verliert alles. Betrachter gibt es nicht, Beteiligung wird eingefordert, Risiko. D
Denn vielleicht ja sind das höchst agile Wurzeln, die von einer anderen Seite her, vom Jenseits der Leinwand, aus einem anderen Himmel, zu uns vordringen; auf der Suche nach Nahrung, nach Symbionten, nach uns. Wurzelt da die Kunstgeschichte in den so gegenwärtigen Leinwänden, oder ist die Leinwand, ist der uns bekannte Himmel ja doch kein Limit? Der Weg zur Klärung des Dahinter führt direkt hinein ins Gewühl, mitten durch. Und dort finden sich – wer weiß – vielleicht jene strahlenden Zauberwesen, die sich von den mitgebrachten Erwartungen abwenden, die Primaballerinen, die locker die Laokoon-Gruppe stemmen, und so das ganze alte Heldentum vom Bann der Schwermut erlösen – in einer Sphäre des sensationsreichen Einklangs von Wort, Bild und Ton, dort, wo nicht ängstlich abgewogen, gegenseitig ausgeschlossen, wechselseitig verdammt wird. Fad jedenfalls darf man sich den Frieden in Zenita-City nicht vorstellen. (Es gibt da unter anderem auch vollbusige Bilder, die Leben spenden.)
*
Der Besucher findet sich inmitten einer Vierung wieder. Die Bodenzeichnung aus Sand zeigt den Grundriss einer Kathedrale. So wie er, der Reisende, jetzt da steht, an der Kreuzung von Langhaus und Querschiff, muss er durchs Nordportal gekommen sein, hat ihn der Wirbel im Geburtskanal, hat ihn die Dynamik der prall mit Leben gefüllten Speicherblöcke in der engen Doppelhelix geradewegs in einen Ruhesitz gespien, in einen ihm gut bekannten Lehrstuhl gespuckt. Erinnerung lässt aus den Mauerresten steile Wände wachsen, lässt verwegen spitze Bögen sich über ihn schließen, lässt den Sand immer wieder aufs neue feste Form annehmen, ein Haus bilden, sein Haus, das Haus Gottes. Erinnerung lässt die aufgehäufelten Sedimente die je prägenden Gedanken der Baukunst aller Zeiten ausführen, lässt Heilige ohne Zahl, abertausende von Ingenieuren, all die Maler und Bildhauer wieder tätig auftauchen – in der Mutterkirche, im Tempel, im Gewerkschaftsheim, im Palast der Republik.
Er findet sich zurecht. Er kennt den Sinn der Wege, die hier zu gehen sind, die Richtungswechsel, die vorzunehmen sind, um spezielle Nischen aufzusuchen. Er kennt die Praxis der hier angebrachten Rituale. Und bläst den Grundriss fort, lässt die Maler hinter sich, schenkt den Priestern ein letztes Lächeln, ergreift die pralle Nabelschnur, die durch die Laterne in die Vierung baumelt, zieht entschlossen genug an, den Himmel zur Erde, zu sich zu holen – und geht endlich auf im gewaltigsten aller lustvollen Akte.
Außenstehende vernahmen von Ferne nur ein frohes Glockengeläut zu ihnen höchst unpassend erscheinender Stunde.

(Text: Markus Mittringer)

A SOLEMN MASS FOR THE POOR HUBBLES

(A kind of opera-guide to the Zenita-Universe, a state in which rampant growth, geometry, nature and cultures, monochromy and eloquence all passionately embrace. Or: An Introduction to the Philosophy of the Roomy Boudoir.)

The failure of the Mars expedition lies solely in the stubborn desire of its astronauts to return to Earth. Sentimental blokes they are—mere heroes of the already known world. No wonder they fail to make headway; mentally and technologically equipped for the journey, they seem to have gone and wet themselves when confronted with the notion that their true destination was indeed the destination itself. Unbearable was the thought that they would never have the chance to report back to their fathers, mothers, sons and daughters, and—first and foremost—to the president himself on how life on Mars really is, on what the Minotaur actually looks like, and where and how God resides. Their only cowardly aim is to return—both mentally and bodily unscathed, carrying bags that are loaded with nifty souvenirs. Moreover: while enjoying a hero’s pension, the ceaseless sputtering of anecdotes, all the way up to the very last interview as the last living witness, as one of the greats among the locals, reading at the poolside from “How I Found My Way Back to the Entrance of the Labyrinth: An Autobiography”—until, despite all precautionary measures, death calls after all, miserly and strange.
All the same, Heaven and Earth remain inseparably bound, each partner nurturing the other in turn. As a matter of fact, anyone is free to take part in the consummation of their love at any time (the only restriction being that you are not allowed to watch). The voyeur and the secret are unappeasably estranged. Only those willing to strip down and join in are allowed to enter the roomy boudoir. Peeping Toms are condemned to endure the life of a cosmonaut, forever doomed to float through daily encounters with the same old lost-in-space lingerers.
For that matter, Plato had realized long before its invention that the telescope would amount to nothing but a chicanery. It was clear to him that, instead of simply observing the stars, we ought better to employ the intellect in comprehending the laws that govern their movements. Even the largest Hubble is still incapable of peering even a hem’s width beneath the supreme skirt, of lifting the curtain to air the boudoir, or depicting the origins of life in even halfway decent exposure.
Divinity took pains to organize itself into triads in order to escape being bound to any monogamous coupling. “My Discoverer and I,” “The Great Patriarch and His Chief Shepherd,” and “The Truth and its Exclusive Annunciator”—the sort of fatuousity that has been screaming with flagrancy toward the heavens for ages. Approaching the divine, that is, requires, above all, remaining down-to-earth and learning to think in terms of threes. The drama triangle is in every respect superior to the duel. The individual semblances of three entwined faces are no longer locatable; only the whole system initiated by their union accommodates description. Their interaction yields more than would the aggregate of their eyes, ears and noses. Aside from that, division by threes is always more difficult.
There is time enough, then, to build a model. (For the sake of expedience, we will forego justifying the latter through any practical substantiation of its everyday fictions). The very moment the meso-cosmonaut passes through the gateway leading into Amel Bourouina’s gallery, a system of pathways unfurls itself before the visitor, which in turn—once embarked upon—leads (without exhibiting the least suggestion of an incline) to a lofty vantage point. When viewed from atop the (provisionary) peak, the vista’s center presents discerning meso-cosmonauts with a view of themselves in miniature; the gallery and its artefacts are revealed below in model scale, thus compelling the visitors to involve themselves through self-localization.
As soon as the meso-cosomonaut has accorded credibility to the model, a long narrow passageway is manifested, which must be traversed before the newly entered galaxy widens once more. According to the model, that is the place where a second system points the way. No exit points are visible—nor is any grail. Nonetheless, the well-trusted real surrounding space bears a number of clues:
*
“Ich verzeihe mir [I Forgive Myself],” “Control your Thoughts,” and “Schön Malen kann nicht jeder [Not Everyone can Paint Pretty Pictures]”—sentences built of sand: letters that, formed simply for the moment, have herded themselves into text paintings and amuse themselves by issuing jocular instructions, allowing little bits of wisdom or even platitudes to form, but only long enough for either love’s or the sea’s waves to reach them (only to prompt their immediate rebirth in a sandbox, now constituting a new set of relationships).
If the letters begin to get bored (and only then), they proceed by pulling out their paint-boxes. They line themselves up alphabetically, with “A” at the front and “Z” at the back, and tonally, from white to yellow, then on to red, green and blue, and all the way down to black. This procedure is commenced in the hope that someone will whirl them around and mix them up. Whenever the letters want to stop making sense, no longer feel like signifying third-party thoughts or having themselves pressed into hexameters, they usually take a rest as wild heaping clusters or go for a dip in the soup, refusing to simply lie down in their letter case, sorted by color like felt-tipped markers. The grains of sand feel the very same way: as soon as the fun of purling and sliding has faded (when they have grown tired of illustrating the streaming of time), they cling to one another to form a firm and mighty fortress—or, they leave the sandbox again and spill mirthfully onto the canvas to form the words “Cold Coffee Steam Makes Beautiful.”
Zenita knows the letters and the colors and the little grains of sand. She knows about their relatives, about the cord that binds them all at the belly button, about their fondness for integration, and about their potential to articulate everything (“Happiness Makes Up in Height for What It Lacks in Length”). She knows that the pictures engender pictures, that the words entail new words as well as deeds and vagaries. In her catalogue-book Opus IV. Selected Works, Komad presented various series in chronological order. Now, with Missa Solemnis, she has widened the expanse of her mirthfully comparative Zenita-Universe Sciences to include a solemn new study, thereby disclosing yet another ground plan. Now exposing a part of the very foundations upon which the Zenita-Universe (private grounds upon which all are welcome) has been built, she has succeeded in establishing that, building in all number of directions at the same time and using any number of possible materials, the builder is just as free to apply cement to paper as she is to sketch upon the canvas.
Komad’s Mass is a journey. Whoever dares to embark upon it ought best to pack the “Bild gegen den bösen Blick [Painting to Ward Off the Evil Eye],” or simply make sure to get undressed well from the start—the reason being that the following has occurred in the past:
The monochromy has tended to produce strange offspring: children that could not be stopped from taking root, taking hold of the space they occupy, and relentlessly taking on forms of their own. Eventually, they became so fed up with the achromatic monotony that they abandoned themselves to indulge in mass orgies. During the foreplay to the present Mass, monochromy demanded that it finally be given a part of its own; it began to perform dances of elation and throw rakishly wild parties. Finally altogether unleashed, its children began to devour each other, goading one another into mass acts of procreation, never tiring of reaping more pleasure, with which they proceeded to contaminate the surrounding space and us alike—the meso-cosmonauts, to whom no further option was left but that of participation.
Unmitigated. That is to say: whoever tries to escape will see nothing at all; whoever attempts to withhold will lose everything. There are no viewers; involvement is compulsory: risk. For perhaps the roots that have twisted their way towards us from the other side, from beyond the plane of the canvas—from another unknown heaven—are indeed highly dexterous in their search for nourishment, for symbionts—for us. Is it the legacy of art history that is well-rooted in these thoroughly contemporary canvases, or does the canvas—the Heaven that we already know—in fact present no limits after all? The path to clarity concerning what may lie behind leads directly into the middle of the mêlée. That may actually be the place where certain magical beings reside—those who turn their backs on expectations and preconceived notions, those prima ballerinas who are capable of chiselling out the Laocoön and His Sons in no time flat, thereby delivering heroism from the grasp of melancholia and into the realm of sensation-rich harmony between word, image and tone: there, where nothing is anxiously balanced, mutually excluded or reciprocally damned. Certainly, the peace that reigns in Zenita City is anything other than priggish or oppressive. (There reside, among other things, full-bosomed paintings that are givers of life).
*
The visitors find themselves at a four-way crossing. The geoglyph of sand reveals the floor plan of a cathedral. The way the travellers now stand there, at the crossing of transept and nave, it appears as though they must have entered through the northern portal, as though the whirling of the birth canal, the bulging life-filled nucleotide strands of the narrow double helix has simply spewed them out directly into a state of grace, spitting them into their well-trusted and comfortable cathedrae. From the foundation’s remains, memory allows towering walls to ascend, lets dauntless lancet arches emerge to encompass them, and empowers the sand to adopt new and ever changing fixed forms, perhaps to build a house—his or her house, the house of God. Memory causes the mounded sediment to lay bare the entire temporal span of architectural thought, resuscitating innumerable saints, thousands upon thousands of building engineers and all of the painters and sculptors—in the mother church, in the temple, in the trade-union hall or the Palace of the Republic.
They will surely find their way. They will recognize the meaning of the paths before them, of the changes in direction that are to be undertaken in the search for particular niches. They know the practices involved and the rituals that are employed here; they may even knock down the foundations, leave the painter behind them, give the priest one last smile, grab hold of the gleaming umbilical cord as it streams through the lantern toward the floor of the crossing, and pull it down with enough resolve to bring Heaven tumbling back down to Earth, seizing it for themselves, and evaporating in the most tremendous and final of orgasms.
Unwitting bystanders noticed nothing but the merry distant ringing of the bells at what seemed an entirely inappropriate hour.

(text by Markus Mittringer, translation by Nathan Moore)