RENE LUCKHARDT

CLOWN CUBE

25.08. - 06.09.2012


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CLOWN CUBE

Die Bourouina Gallery lädt René Luckhardt ein seinen Clown Cube zu präsentieren.
Mit dem in diesem Jahr entstandenen Projekt Clown Cube begegnet uns eine Auseinandersetzung mit dem Medium Malerei, das sich weiteren Medien annähert: Auf performative Weise erschuf Luckhardt ein 3D-Gemälde, in dem er sowohl im Innersten agierte, als auch selbst zu einem Teil des Werks wurde.

Der Clown Cube besteht aus mit Leinwand bespannten Seitenwänden, Decke und Boden, die, in clowsnesk anmutender Farbgebung, mit Lackfarbe überzogen wurden. Der so entstandene Raum erinnert an einen Rubik’s Cube, bei dem die verschiedenfarbigen Seiten nach innen geklappt sind.

Für die Umsetzung bewegte sich René Luckhardt selbst im Raum – Der Körper als Ganzes diente dabei als Malwerkzeug: Die Farbe wurde an die Wand geschmiert und gespuckt, vom Körper abgeklatscht und mit dem selbigen verschmiert, oder an die Wände geworfen.

Das Motiv des Clowns fand sich zuletzt in Form von eigenwilligen Gemälden in Luckhardts Arbeit wieder. Die Faszination der Figur liegt in ihrer Absurdität, dem Unvorhersehbaren und Irritierenden und in der Spontanität der Aktion – Parallelen zum Dasein des Künstlers. Künstler und Clown sollen unterhalten, überraschen und im besten Fall zu einem befreienden Lachen verhelfen. Nicht vorhersehbare Gesten des Clowns spiegeln sich in der spontanen Malerei des Künstler.

Der Clown Cube ist nun eine Zusammenführung und Ausweitung verschiedener vorangegangener Arbeitsweisen des Künstlers: 2011 hat Luckhardt mit seiner Arbeit Keller Kolored Kandy Klowns sein Atelier nachgebaut und seine gesammelten Clownbilder als Rauminstallation präsentiert. Im Jahr zuvor hat er Repliken von historischen Wandmalereien als Modelle nachgebaut, so z.B. Aleister Crowley‘s Chambre des Cauchemars. Die Grundidee des Körpereinsatzes stammt bereits aus dem Jahr 1996: Damals hatte Luckhardt seinen Körper mit Farbe bemalt, als Leinwand genutzt, und in Schiele-typischen Posen abfotografiert.

Der Photograph Jurgen Ostarhild filmte den performativen Akt des Malens im Clown Cube. In Zusammenarbeit mit René Luckhardt entstand aus dem Filmmaterial ein Trailer, der im Internet zu sehen ist.

René Luckhardt lebt und arbeitet in Berlin. Er begründete 2010 den Ausstellungsraum Wonderloch Kellerland, der inzwischen eine Dependance in Los Angeles hat.

CLOWN CUBE

Bourouina Gallery invites René Luckhardt to present his Clown Cube, a project for which the artist created a 3D painting in which he performed and also became a part of it.

Inside the cube, walls, ceiling and floor appear to be six strong colored canvases; the so formed room reminds of a Rubik’s Cube in which the sides are folded towards the inside. René Luckhardt moves inside the room, using his own body as a brush, daubing and spitting, rubbing off and spreading the color on the walls.

The Clown is a recurring motif in Luckhardt’s work: absurd, unpredictable, irritating and spontaneous, the clown figure is an allegory of the artist’s existence. Both entertain, surprise, and at best provoke a cathartic laugh.

The Clown Cube is the combination and extension of different methods of the artist: in his Keller Kolored Kandy Klowns (2011), Luckhardt copied his studio and presented all of his Clown-paintings in one installation. The year before, he made replicas of historical murals as models, as for example Aleister Crowley’s Chambre des Cauchemars.

The use of the artist’s body finds its origin in a work of 1996, when Luckhardt had his own painted body photographed, striking poses directly recording to Egon Schiele paintings.
Photographer Jurgen Ostarhild filmed the painting process and worked with René Luckhardt on a trailer, which can be viewed online.

René Luckhardt lives and works in Berlin. In 2010 he founded the exhibition space Wonderloch Kellerland, which previously opened a branch in Los Angeles.